29.–30. März 2022
in Münster, Deutschland

Tagung im Rahmen der
Battery Conference 2022

29.–30. März 2022
in Münster, Deutschland

Tagung im Rahmen der
Battery Conference 2022

29.–30. März 2022
in Münster, Deutschland

Tagung im Rahmen der
Battery Conference 2022

Coming Soon:

Smart Charging (V1G), Vehicle-to-home (V2H), Vehicle-to-grid (V2G)

Elektroautobatterien können mehr als nur Autos bewegen! Aus ökonomischer und ökologischer Sicht ist es sinnvoll, zukünftig die Batterien von Elektrofahrzeugen für die Netzstabilisierung zu nutzen. Bis 2030 könnte bereits ein steuerbares Potenzial von bis zu einhundert Gigawatt entstehen, was weit mehr als die Leistung aller heutigen Speicherarten zusammen entspricht.

Diskutieren Sie bei der Vehicle-To-Grid mit Expert*innen aus Wirtschaft, Öffentlichkeit und Wissenschaft und darüber, wie dieses Potential in Ihrer Organisation oder Ihrem Tätigkeitsfeld verwirklicht werden kann! Gerade Implementierungsmöglichkeiten innerhalb der nächsten Jahre stehen inhaltlich im Fokus.

Bei Besuch der Konferenz können Sie kostenlos auch alle Veranstaltungen der parallel stattfindenden Battery Conference 2022 besuchen.

Bei Vehicle-to-Grid und Vehicle-to-Home wird die Batterie eines Elektrofahrzeugs nicht nur geladen, sondern auch entladen. Je nachdem, welches Ziel man dabei verfolgt, ändert sich die Bezeichnung. Bei Vehicle-to-Grid wird Energie aus der Batterie ausgespeichert, wenn das Stromnetz sie z.B. zum Ersatz erneuerbarer Erzeugung, lokaler Netzstabilisierung oder Regelleistungsbereitstellung benötigt. Vehicle-to-Home (oder auch Vehicle-to-Building) wiederum bedeutet, dass die Fahrzeugbatterie genutzt wird, um entweder mehr Energie aus der eigenen PV-Anlage lokal zu verbrauchen, eine Notstromversorgung bereitzustellen oder die Lastspitzen der Stromverbraucher zu reduzieren. Wenn auch Sie an diesen Konzepten arbeiten, dann freuen wir uns Sie willkommen zu heißen.

Smart Charging bedeutet, dass ein Fahrzeug geladen wird, wenn dies besonders günstig ist. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass ein Überschuss an (lokal erzeugtem) Grünstrom verfügbar ist oder insgesamt im Stromnetz aktuell zu viel Energie bereitsteht. Im Umkehrschluss bedeutet dies ebenfalls, dass die Ladung reduziert oder unterbrochen wird, wenn Strom gerade knapp ist.
Eine genaue Abschätzung ist schwer, da diese von vielen verschiedenen Variablen abhängt. 2020 wurden zum Beispiel etwa 9 Gigawattstunden in Elektroautos mit Netzanschluss verbaut. Im Jahr 2030 könnte dieser Wert auf 30 bis 100 Gigawattstunden anwachsen, was einem Vielfachen der heutigen Speicherkapazitäten entspräche. Wie viel dieser Kapazität tatsächlich genutzt werden kann, ist schwer abzuschätzen. Da Fahrzeuge meist 23 h pro Tag stehen und quasi nie mehr als 10% der Fahrzeuge gleichzeitig in Bewegung sind, sind aber sehr hohe Werte zu erwarten. Wenn Sie Ideen und Fragen dazu haben, wie diese Kapazität genutzt werden können, dann freuen wir uns auf Ihre Teilnahme!

Aktuell müssen für Netzdienstleistungen gesicherte Kapazitäten zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass garantiert sein muss, dass eine bestimmte Energie und Leistung im Zweifel vorgehalten werden muss und Autos sich nicht frei bewegen könnten. Hier sind aber Regeländerungen wahrscheinlich. Darüber hinaus sind die notwendigen technischen Standards ISO 15118-20 und OCPP 2.0 noch nicht definiert bzw. verbreitet. Daher sind aktuelle technische Lösungen noch nicht immer kompatibel. Dies soll sich aber ebenfalls zeitnah ändern. Arbeiten Sie in diesem Bereich oder haben alternative Vorschläge? Dann kommen Sie gerne und beteiligen sich an unserer Diskussion.

Im Vergleich zum jetzigen Status quo (Vollladung der Fahrzeuge nach Ankunft) profitiert die Fahrzeugbatterie von einer intelligenten Ladung – mit und ohne Zusatzaktivität der Batterie. Der Grund dafür liegt in einer Besonderheit der verwendeten Lithium-Ionen-Batterien, die sowohl kalendarisch (Alterung durch Existenz) als auch zyklisch (Alterung durch Arbeit) altern. Die kalendarische Lebensdauer ist am kürzesten, wenn die Batterie vollgeladen ist. Smart Charging, Vehicle-to-home und Vehicle-to-grid verringern den mittleren Ladezustand und verlängern so die Lebensdauer. Aber auch zusätzliche Zyklen führen kaum zu einer beschleunigten Alterung, wenn bis zu maximal 20 Prozent der Energie der Batterie in einem Zyklus entnommen wird (Zitat Hecht und Figgener, PV Magazine).

Es stehen alle wichtigen Komponenten bereit und werden zeitnah in den Massenmarkt überführt. Wann genau das passiert, können Sie am besten auf der Konferenz mit unseren Referent*innen diskutieren.

Vier Fokusthemen entlang der Wertschöpfungskette:
Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur, (Energie-) Wirtschaft und Praxisbeispiele

Fahrzeuge

Fahrzeughersteller und -zulieferer

Was können Fahrzeuge leisten?

Welche Entwicklungen sind in den nächsten Jahren zu erwarten?

Ladeinfrastruktur

Hardware- und Softwaredienstleistungen

Herausforderungen der Ladeinfrastruktur

Verschiedene Anwendungsszenarien

Wirtschaft

Dienstleistungen für Fahrzeug und system

Integration ins Stromsystem

Bewertung von Dienstleistungen auf Fahrzeugebene

Praxis

Betrieb und Ermöglichung von Pilotprojekten

Welche Herausforderungen gab es?

Wie können die technischen Möglichkeiten in die Praxis überführt werden?

Ausgewählte Referent*innen wichtiger Institutionen in Deutschland

Namhafte Referenten beleuchten die Fokusthemen „V2G und V2H aus Fahrzeugperspektive”, „V2G, V2H und smart charging aus Ladeinfrastrukturperspektive”, „V2G, V2H und smart charging aus Batterieperspektive” sowie „Pilotprojekte und Demonstratoren”

Host: Dr. Stefanie Wolff
Programm Managerin Elektromobilität
NOW GmbH

Dr. Martin Stadie
Energy & Digital Services Section Manager, Digital Solutions & Electrification Research
Honda R&D Europe (Deutschland) GmbH

Michael Keller
Leiter Konzernentwicklungskoordination Ladeinfrastruktur
Volkswagen AG Wolfsburg

Dr.-Ing. Jürgen Kölch
Bereich Strategie und Innovation
EVA Fahrzeugtechnik GmbH, Teil der FEV-Gruppe München

Jürgen Werneke
Head of Research and Development
Hubjet GmbH

Thomas Rahmen
Leister Produktentwicklung und Forschung
SMART/LAB Innovationsgesellschaft mbH

Alexander Krautz
Head of Business Development
Next Kraftwerke GmbH

N.N.
Lehrstuhlinhaber Aktive Energieverteilnetze
RWTH Aachen

Host: Prof. Egbert Figgemeier
Lehr- und Forschungsgebiet für Alterungsprozesse und Leensdauerprognose von Batterien
RWTH Aachen

Dr. Kai-Philipp Kairies
CEO and Co-Founder
ACURE Battery Intelligence

Dr. Michael Schreiber
Head of Virtual Battery Plant
The Mobility House GmbH

Markus Wunsch
Projektleiter „Netzintegration Elektromobilität”
Netze BW GmbH

Interaktiver Austausch von Wirtschaft und Wissenschaft

Jede Programm-Session endet mit einer Zeiteinheit für Ihre persönlichen Fragen und der Diskussion mit den Referent*innen und Teilnehmer*innen. Die Referent*innen stehen Ihnen während der Tagung zu Gesprächen zur Verfügung.

Mit der begleitenden öffentlichen Postersession werden wissenschaftliche Inhalte, Forschungsergebnisse und Ideen in einem direkten Dialog vermittelt. Die Forscher*innen befinden sich an ihren Postern und  stehen den Besucher*innen Rede und Antwort. Durch die Einbettung der Tagung in die internationale Battery Power Conference bietet sich ein weites Spektrum für  Begegnungen und intensiven Austausch.

Befasst man sich mit dem Thema bidirektionales Laden als Zukunft der Elektromobilität tauchen automatisch die folgenden Begrifflichkeiten auf:

Vehicle to Grid (V2G), Vehicle to Home (V2H), Smart Charging (V1G), und Vehicle-to-Building (V2B) sind verschiedene Betriebsmodi mit Bezug zu (bidirektionalem-) Laden.

Für die Netzanbindung des Elektroautos wird Ladeinfrastruktur mit Combined Charging System (CCS) oder CHAdeMO Standard benötigt, ersteres in Kombination dem Kommunikationsprotokoll ISO 15118-20.

Über das Open Charge Point Protocol (OCPP) der Version 2.0 können Backend-Betreiber, Aggregatoren und Energieunternehmen die einzelnen rückspeisefähigen Elektrofahrzeuge zu virtuellen Kraftwerken zusammenschalten und so zur Netzstabilisierung beitragen.

Auf Seiten der Verteilnetzbetreiber und Übertragungsnetzbetreiber besteht großes Interesse, den Regelleistungsmarkt für Elektrofahrzeuge zu öffnen, damit auch diese Regelleistung analog zu stationären Speichern erbringen können.

Um diese Konzepte zur Marktreife zu bringen, sind noch Fragen rund um die Batteriealterung, Regulatorik, der digitalen Resilienz und (offener) Protokolle zu diskutieren.

Beteiligt sind also sowohl OEMs (Fahrzeughersteller), Netzbetreiber und Endkunden (Fahrzeugbesitzer) sowie Industriebetriebe und Dienstleister, die Fahrzeuge betreiben und laden. Abrechnungsfirmen und Rechtsanwälte müssen zudem eingebunden werden. Das zeigt die Komplexität der Thematik.

Volkswirtschaftlich und auch ökologisch betrachtet erscheint es ausgesprochen attraktiv, nicht oder kaum genutzte und teuer Energiespeicherkapazitäten für die Netzstabilisierung des elektrischen Stromnetzes zu nutzen. Der Bau von Stromtrassen kann so teilweise vermieden werden und Zeiten ohne Wind- und Solarertrag im besten Falle überbrückt werden. Wichtig sind dafür die gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Diese und weitere Themen werden auf der hier angebotenen Tagung V2G behandelt.

Die Tagung findet parallel zur internationalen Tagung Advanced Battery Power statt. Die englischsprachigen Keynotevorträge sowie die Ausstellung und die Postersession sind für beide Teilnehmergruppen gleichermaßen zugänglich. Es können sogar die Parallelsitzungen der jeweils anderen Tagung besucht werden.